FAQ

Auf dieser Seite beantworten wir die häufigsten Fragen rund um den Master of Science Rechtspsychologie an der Universität Bonn. Sollten Sie weitere Fragen haben, können Sie sich jederzeit an unser Team wenden.

Thema Zulassung

Nein. Es gibt die Möglichkeit einer bedingten Zulassung, bzw. eines Nachrückens, wenn die Abschlussnote feststeht, alle Unterlagen bis Oktober vorliegen und noch Plätze frei sind.

Wir richten uns bei der Umrechnung der Abschlussnoten nach der Umrechnungsformel (Modifizierte bayerische Formel) bzw. der Tabelle der Kultusministerkonferenz.

Jeder allgemeine B.Sc./M.Sc.-Abschluss einer deutschen staatlichen Universität wird ohne weitere Prüfung der ECTS-Verteilung der Einzelfächer anerkannt.

Der Studiengang heißt zwar „Angewandte Psychologie“, deckt aber das gesamte Programm eines normalen grundständigen Bachelor Psychologie ab. Bei Studiengängen, für die das zutrifft, gibt es vom Studienabschluss her keinen Hinderungsgrund für eine Bewerbung. Das ist aber bei Abschlüssen von privaten Hochschulen (und Fachhochschulen) häufig nicht der Fall.

Hinweis: Jeder allgemeine B.Sc./M.Sc.-Abschluss einer deutschen staatlichen Universität wird ohne weitere Prüfung der ECTS-Verteilung der Einzelfächer anerkannt.

Ja. Wir haben schon Studierende aus Hagen, die sehr erfolgreich im M. Sc. Rechtspsychologie studieren.

BewerberInnen für den Master Rechtspsychologie, die ihren Bachelor und ihren Master in Psychologie an der Fernuniversität Hagen erworben haben, können wir nicht für das 2. Studienjahr im Master Rechtspsychychologie zulassen, weil die für die Rechtspsychologie unabdingbare Ausbildung im Fach Klinische Psychologie fehlt. Wir können Ihnen aber anbieten, sich für das 2. Studienjahr UND die Belegung der zwei Module Klinische Psychologie im 1. Studienjahr zu bewerben (die vor Beginn des 2. Studienjahres belegt werden müssen, da diese Module parallel zu den Veranstaltungen des 2. Studienjahres angeboten werden). Nach erfolgreichem Abschluss dieser Module ist eine Zulassung für das 2. Studienjahr möglich, wenn sonst alle Zulassungsvoraussetzungen erfüllt sind. Die zusätzlichen Klinischen Module können wir nur auf dem Abschlusszeugnis des Master bescheinigen, nicht separat.

Für die Bewerbung erwarten wir, dass Sie mindestens 120 ECTS in psychologischen Fächern vorweisen können. In der Regel reichen die regulären Module in solchen Studiengängen nicht aus. Es besteht für Sie jedoch die Möglichkeit, fehlende Module an anderen Hochschulen nachzuholen, um die Zulassungsvoraussetzungen zu erfüllen.

Bei gegebenen Zulassungsvoraussetzungen (insbesondere die einjährige studienqualifizierende Berufstätigkeit) entscheidet die bessere Abschlussnote.

Theoretisch ja. Erst nach Bewerbungsschluss wissen wir, ob die Anzahl der Bewerbungen ausreicht. Wir sind aber sehr zuversichtlich, da der Studiengang in der Regel jährlich ausgelastet ist.

Sowohl in GB als auch in den Niederlanden gibt es einjährige Masterprogramme (mit 60 statt 120 ECTS) in Psychologie, oder Spezialisierungen in der Psychologie. Grundsätzlich können wir auch solche Masterabschlüsse anerkennen. Da wir jedoch bei einem Einstieg in das 2. Studienjahr in unserem Abschlusszeugnis vermerken müssen, dass die Inhalte des 1. Studienjahres durch äquivalente Leistungen abgedeckt wurden, muss das tatsächlich auch so sein. Bei manchen einjährigen Masterprogrammen ist das nicht der Fall, so dass wir diese Äquivalenz nicht bescheinigen können. Wenn Zweifel daran bestehen, ob wir Ihren Masterabschluss als äquivalent anerkennen können, schicken Sie uns bitte ein Transript of Records (ToR) oder Ihr Abschlusszeugnis und ggf. zusätzlich belegte Aus-, Fort- und Weiterbildungen, und wir prüfen die Äquivalenz zum ersten Studienjahr unseres Studiengangs.

 

Thema Anerkennung Berufstätigkeit / Praktika

Es ist in Ordnung, wenn das Jahr zu Studienbeginn (im Oktober) voll ist (also ca. 1700 Stunden). Die Zulassung zum Studiengang würde dann unter der Auflage erfolgen, die Arbeitsbescheinigung zum Studienbeginn vorzulegen.

Praktika ja, aber sie sollten als Psycholog*in bzw. Psychologiestudent*in geleistet worden sein. Insgesamt erwarten wir ca. 1700 Stunden. Tätigkeiten können angerechnet werden, wenn der überwiegende Teil der Tätigkeit psychologie-nah, bzw. in einer psychologie-nahen Rolle und während oder nach dem Psychologie-Studium geleistet worden ist. Das gilt auch für selbstständige Berufstätigkeit. Über die Anerkennung entscheidet der Prüfungsausschuss.

Für die Anerkennung der studienqualifizierenden Berufstätigkeit erwarten wir eine Tätigkeit in einem psychologie-nahen Bereich, in der Rolle eines/einer Psycholog*in, sei es als bezahlter Job, ehrenamtliche Tätigkeit oder Praktikum. Bei vorhandener langjähriger anderweitiger Berufserfahrung (mind. 3 Jahre) ist eine psychologie-nahe bzw. rechtspsychologische Tätigkeit im Umfang von 6 Monaten (ca. 850 Stunden) ausreichend. Über die Anerkennung entscheidet der Prüfungsausschuss.

Wir erlassen für eine langjährige Berufserfahrung (mind. 3 Jahre) in einem nicht-psychologischen Bereich die Hälfte der geforderten 1700h. D.h. Sie müssten noch 850 Arbeitsstunden in einem psychologischen Bereich erbringen, um die Bewerbungsvoraussetzungen zu erfüllen. Hierzu zählen auch Praktika.

Ja, für eine nicht-psychologische Tätigkeit, in der Sie mit rechtspsychologischem Klientel arbeiten, erkennen wir die volle Stundenzahl von 1700h an. Wir erwarten von Ihnen aber zusätzlich ein mindestens 6-wöchiges Praktikum in einem rechtspsychologischen Bereich wie z.B. in einer rechtspsychologischen Begutachtungspraxis, im Straf- oder Maßregelvollzug.

Zur Anerkennung einer psychologie-nahen Tätigkeit erwarten wir zusätzlich ein mind. 6-wöchiges Praktikum in einem rechtspsychologischen Tätigkeitsfeld, wie z.B. rechtspsychologische Begutachtungspraxis, Arbeit im Straf- oder Maßregelvollzug. Wenn die anzuerkennende psychologie-nahe Tätigkeit in einem forensischen Kontext liegt, muss dieses rechtspsychologische Praktikum nicht zusätzlich absolviert werden.

Ja, Sie haben die Möglichkeit, ihren Bewerbungsunterlagen eine Bescheinigung des Praktikumsgebers beizufügen. Aus dieser sollte hervorgehen, dass Sie das Praktikum voraussichtlich bis zum Studienbeginn absolviert haben werden.

 

Thema Berufsperspektiven

Exzellent. Der Strafvollzug hat in mehreren deutschen Bundesländern in den nächsten Jahren viele Stellen von Psycholog*innen im Strafvollzug zu besetzen; gut ausgebildete Psychologische Sachverständige werden dringend gesucht. In beiden Bereichen gibt es sehr gute Karrierechancen.

Ja. Nach erfolgreichem Abschluss des Master Rechtspsychologie haben sie äquivalent zu einem 5-jährigen grundständigem Psychologiestudium (B. Sc. + M. Sc. entspricht dem Diplom in Psychologie) studiert und können die Berufsbezeichnung Psycholog*in (M. Sc. Rechtspsychologie) oder Rechtspsycholog*in führen.

Es gibt keine formelle Qualifikation für die Tätigkeit als Psychologischer Sachverständiger. Der Master Rechtspsychologie wäre dafür ein wichtiger Qualifikationsschritt. Wir würden aber dringend empfehlen, vor einer selbstständigen Tätigkeit in Zusammenarbeit mit einem/einer erfahrenen Sachverständigen Praxiserfahrung zu sammeln.

Das Sachverständigenregister der Psychotherapeutenkammer ist lediglich eine Empfehlung (das gleiche gilt für die Liste der Fachpsycholog*innen für Rechtspsychologie des BDP/DGPs); allein die RichterInnen entscheiden durch die Bestellung, wer Psychologische*r Sachverständige*r wird. Es gibt keine formale Qualifikation für diese Tätigkeit. Es hilft aber, gut ausgebildet zu sein, z. B. durch das Zertifikat „Fachpsycholog*in Rechtspsychologie“ oder durch den universitären Abschluss M. Sc. Rechtspsychologie. Die meisten Sachverständigen werden anfangs auf Grund einer Empfehlung durch andere (überlastete) Sachverständige bestellt.

Eine informelle Berufsbezeichnung wäre “Rechtspsycholog*in”. Der offizielle Titel lautet M. Sc. (Rechtspsychologie).

Ob Sie mit dem Abschluss M. Sc. Rechtspsychologie die Ausbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin machen können, hängt sowohl von der CP-Anzahl in klinischen Modulen ab, die sie zusammen mit Ihrem Bachelor und dem Master insgesamt erreichen, als auch von den Zulassungsanforderungen des jeweiligen Landesprüfungsamtes. Insgesamt erzielen Sie mit dem Master Rechtspsychologie 12 CPs in klinischen Modulen, sofern Sie sich mit einem Bachelor-Abschluss zum ersten Studienjahr bewerben. In der Vergangenheit hat dies erfahrungsgemäß bei den meisten Studierenden gereicht, um zur Ausbildung zugelassen zu werden. Derzeit wird allerdings diskutiert, Absolvent*innen sogenannter “Bindestrich-Studiengänge” (wie z.B. Wirtschaftspsychologie oder Rechtspsychologie) nicht mehr zur Ausbildung zuzulassen, ungeachtet der erreichten klinischen CPs. Deshalb können wir Ihnen keine verbindliche Antwort geben. Bitte informieren Sie sich bei der zuständigen Landesprüfungskammer.

 

Thema Finanzierung/Kosten

Alle Dozierenden, Tutor*innen und die sonstigen Kosten für Lehre und Verwaltung müssen aus den Studiengebühren finanziert werden. Verglichen mit anderen Studiengängen – insbesondere an privaten Hochschulen – liegen die Gebühren eher im unteren Bereich.

Leider nicht. Die Universität Bonn hat kein Inkassobüro, um nicht gezahlte Gebühren anzumahnen etc. Daher müssen die Gebühren vorab gezahlt werden. Unsere schlanke Verwaltung trägt aber dazu bei, dass die Gebühren relativ niedrig ausfallen.

 

Thema Verschiedenes

Die Zufahrt zum Gebäude und unsere Unterrichtsräume sind für Personen mit Mobilitätseinschränkungen barrierefrei zugänglich. Alle Unterrichtsmaterialien werden elektronisch zur Verfügung gestellt. Wir achten darauf, dass Studierende mit Einschränkungen die gleichen günstigen Studienbedingungen vorfinden wie die anderen Studierenden.

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