Hier finden Sie eine Übersicht der Lehrevaluationen der einzelnen Module über die Studienjahre 2013-2017.

 

Studierende im 3. Studienjahr, 08.05.2017
Ich habe im November 2014 mit einem Bachelor an der FernUni Hagen den Master in Rechtspsychologie an der Uni Bonn angefangen und werde dieses Jahr meinen Abschluss machen. Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit dem Verlauf meines Studiums und den Perspektiven, die sich dadurch für mich eröffnen. Durch den berufsbegleitenden Studiengang habe ich am Ende meines Studiums nicht nur einen anerkannten Master in Rechtspsychologie in der Tasche, sondern auch drei zusätzliche Jahre Berufserfahrung, die mir in Kombination mit meinem Studienabschluss eine Vielfalt von Möglichkeiten eröffnen. Daneben bin ich mit dem Aufbau, der Organisation und der Betreuung im Studiengang zufrieden. Es wird sich viel Mühe mit der Versorgung während der Seminarwochenende gegeben. So stehen jederzeit Getränke bereit und Essen kann bestellt werden. Die Lehrmaterialen sind elektronisch verfügbar. Zusätzlich werden zu jedem Seminar die entsprechenden Folien für jeden Studierenden ausgedruckt und in einem Ordner ausgehändigt. In wichtigen Fragen stand immer ein Ansprechpartner zur Verfügung und es wurde sich darum bemüht individuelle Lösungen zu finden (z.B. durch Unterstützung bei der Suche nach einem geeigneten Praktikumsplatz oder der Absprache bzgl. der Betreuung für die Masterarbeit). Außerdem wurde mir die Möglichkeit geboten während des Studiums einen eigenen Artikel in einer Fachzeitschrift zu veröffentlichen. Die größte Herausforderung ist sicherlich die Teilnahme an den Präsensseminaren (insbes. bei langer Anreise) und das Absolvieren der regelmäßig stattfindenden Prüfungen neben der Berufstätigkeit. Die Seminare habe ich überwiegend aufgrund von kompetenten Dozenten als sehr lehrreich und die Prüfungen als machbar erlebt. Abschließend kann ich sagen, dass meiner Erfahrung nach der berufsbegleitende Master ein anspruchsvoller Studiengang ist, der eine Menge Disziplin und Durchhaltevermögen fordert, aber seine Mühe auf jeden Fall wert ist.

 

Franziska Uhle (Studierende im 2. Jahr des M.Sc. Rechtpsychologie), 04.05.17

Spätestens als Herr Prof. Dr. Banse im Einführungsmodul im Rahmen des Bonner B.Sc. Psychologie eine kurze Orientierung über die vielfältigen Tätigkeitsbereiche dieser Fachrichtung anriss, war mir klar: Ich muss Rechtspsychologin werden – oder aber Psychologie ist generell nichts für mich und ich schlage einen völlig anderen Weg ein. Die Entscheidung, den M.Sc. Rechtspsychologie anzuschließen, war nach einem vorherigen Langzeitpraktikum in der JVA Rheinbach und in einem Rechtspsychologischen Sachverständigenbüro für mich die logische Konsequenz und absolute Herzenssache.

Das erste Studienjahr bot ein Potpourri aus Wiederholung und Grundlagenwissen, nun jedoch mit konsequent rechtspsychologischem Bezug. So beleuchtete Klinische Psychologie etwa nicht die aus dem Bachelor bekannten klassischen Störungsbilder, sondern fokussierte Therapieansätze und rechtspsychologisch prävalentere Störungen (Persönlichkeitsstörungen, Schizophrenien und Angststörungen, Suchterkrankungen). Die Pädagogische Psychologie legte den Schwerpunkt auf die Inhalte Bindung, Diagnostik und Erziehungsstile. Das allseits gefürchtete Testtheorie-Modul stellte sich als abwechslungsreiche, praxisbezogene Herleitung der für die Diagnostik relevanten Statistikgrundlagen heraus. Das umfangreiche Literaturrecherchemodul mit engmaschiger Dozentenbetreuung und abschließendem mündlichen Vortrag war anspruchsvoll, aber herausfordernd und eine Möglichkeit, einem eigens gewählten Thema in Form einer komplexen Hausarbeit nachzugehen.

Das zweite Studienjahr empfinde ich bisher als die angekündigte Vertiefung und dabei als ruhiger im Vergleich zu den Anforderungen aus dem ersten Jahr. Das Modul der Rechtlichen Grundlagen ergänzte die längst erwünschte juristische Komponente, die dem Psychologen eine Form der Rechtssicherheit gibt. In Polizeipsychologie nahm man uns die Illusion, das Berufsziel des Profilers anzustreben, Psychologie des Straftäters vermittelte Tätertypologien und kriminalpsychologische Theorien

Im dritten Studienjahr werde ich den Begutachtungsschwerpunkt wählen. Bisher erscheint mir die inhaltliche Ausrichtung der Module allgemein recht begutachtungsfokussiert – die Studenten mit Wunsch auf eine Karriere im Straf- oder Maßregelvollzug kommen vermutlich erst im dritten Jahr mit entsprechender Spezialisierung vollständig auf ihre Kosten.

Mein paralleles Studium des M.Sc. Psychologie an der Uni zu Köln hat mir den unmittelbaren Vergleich der Studiengänge ermöglicht. Die Seminarstruktur in Köln ist enorm referatelastig, Ansprechpartner und Gelegenheiten, eigene Ideen zu realisieren, fehlen. Die Bürokratisierung und Koordination von Prüfungsamtsangelegenheiten ist meist chaotisch und ich fühlte mich alleingelassen bzw. den unpersönlichen, strikten Forschungsinteressen der Professuren unterworfen. In Bonn werden die Wochenenden durch Praxisübungen, Gruppenarbeiten und Fallbeispiele aufgelockert, das Team sorgt für sämtliche Informationen, faire Fristerinnerungen oder die Übernahme von Verbuchungs- und Prüfungsanliegen. Auf diese Weise kann man sich auf das Studieren konzentrieren, nicht auf das Ringsherum.

Alle Dozenten sind auf ihrem Gebiet Experten und vermitteln inspirierende, teils interessant konträre Praxisphilosophien (z.B. Diagnostiker vs. Verhaltensbeobachter bei der Begutachtung). Sie kommunizieren zum Großteil sehr transparent die Prüfungsanforderungen und stehen jederzeit für Rückfragen oder individuelle Beratungen zur Verfügung, was ich von staatlichen Studiengängen nicht kenne.

Mein Fazit: Das Feuer für die Rechtspsychologie sollte grundsätzlich bereits vor Beginn des Masters vorhanden sein um die durchaus anstrengenden, langen Wochenenden durchzustehen. Die Organisation, Planung und Unterstützung durch das Studienkoordinationsteam sind dabei fantastisch. Die physische (im Idealfall auch aktive, psychische) Anwesenheit an allen Wochenenden empfehle ich unbedingt, sind es doch gerade die Erfahrungen und Meinungen der Dozenten, die dem Master den Praxisbezug verleihen, den man sich als Student wünscht. Meine Erwartungen an das Studium haben sich bisher bestätigt und ich konnte meine eigenen Interessen aufgrund der Lehrinhalte konkreter abstecken. Trotz der guten Betreuung bleibt man seines Glückes Schmied und sollte sich durch Praktika, Networking sowie viel Eigeninitiative seinen Weg suchen. Im Herbst 2017 beginne ich meine selbständige Tätigkeit als Rechtspsychologische Sachverständige in der familienrechtlichen Begutachtung.“

 

Bine Walter (ehemalige Studierende), 22.10.2017:

Vielen Dank für Ihre jederzeit spontane und freundliche Unterstützung bei Anfragen und Hilfebedarf von mir!!! Ich habe mich bei Ihnen und in Ihrem Institut immer wohl gefühlt. Der Studiengang und die Möglichkeit berufsbegleitend zu studieren sind toll. Das Sie mit Unterstützung Ihrer Kollegen und viel Engagement diesen aufgebaut haben ist wirklich wertvoll und wichtig. Habe viel gelernt.